Es geht darum, wie sich das Wissen des Erzählers und des Wissen der Figur zueinander verhalten. Das kann sich satzweise verändern, referiert die Professorin. An der Stelle, wo sich der Mann "herunter" und nicht "hinunter" beugt, ändert sich die Blickrichtung. Wir sehen die Szene aus der Perspektive des Sitzenden. Es ist interne Fokalisierung. Was aber, denke ich, wenn die Autorin einfach nur "herunter" und "hinunter" verwechselt hat, oder synonym gesetzt, kann ja vorkommen, sogar der Linguistikprofessor sagt, dass irgendetwas über die Perspektive "heraus" reicht, wo es bei mir vielleicht "hinaus" gereicht hätte, kann doch sein, und auch dem Lektor fiel es nicht auf und die Studierenden sitzen jetzt in der Literaturübung und rätseln, wieso mitten im Absatz die Fokalisierung wechselt, denn am Absatz kann man es nicht festmachen, sagt die Professorin.