lustvoll

Das Kind liegt auf dem Rücken und kaut an seinen Fäustchen, noch weiß es nicht, dass die Finger, die zufällig in seinen Mund gefunden haben, die seine eigenen sind, an denen zu lutschen zweifach Genuss verschafft, die Zunge umkreist die weiche, warme Form der kleinen Faust und die Finger genießen die feuchte Umhüllung, von ihm selbst bewegt werden können, zielgerichtet ein Däumchen in den Mund geschoben werden kann, um dieses wohltuende, beruhigende Saugen, dieses vertraute Nuppeln, diese Gier stillende Heftigkeit, Unablässigkeit zu verlängern, auszudehnen, bis alle Lust gestillt ist und Friedlichkeit sich einstellt, ein letztes heftiges Aufflackern, ebbt ab, wird ruhig und leicht, ein Seufzen, die Ohren wieder offen dringen sanfte Geräusche hinein, das Singen der Mutter, die Katze maunzt, ein Kühlschrank brummt, eine Tür geht, leicht raschelt das Mobile, Apfelduft zieht vorüber, ein Windhauch streicht über die Wangen, das Kind öffnet die Augen, Sonnenflecken tanzen an der Zimmerdecke, ganz still ist es.